SpVgg Siebleben 06 e.V.
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1.Männer : Spielbericht (2012/2013)

ODDSET TFV-Landespokal
2.Runde - 09.09.2012 14:00 Uhr
SpVgg Siebleben 06   FSV Martinroda
SpVgg Siebleben 06 4 : 2 FSV Martinroda
(1 : 2)

Spielstatistik

Tore

Christian Schreiber, Michele Lehmann, David Schnauß, Sören Lehmann

Gelbe Karten

David Schnauß, Benjamin Pufe

Zuschauer

285

Torfolge

1:0 (08')David Schnauß
1:1 (16')FSV Martinroda per Kopfball
1:2 (29')FSV Martinroda
2:2 (49')Sören Lehmann
3:2 (60')Michele Lehmann
4:2 (84')Christian Schreiber

Schreiber beseitigt alle Zweifel

Von Thomas Rudolph

Siebleben. Während Martinrodas Angreifer Baranowski allein auf dem Platz saß und sich seiner Schuhe entledigte, forderte das Siebleber Publikum seine Mannschaft zum Feiern auf. „Macht die Welle“ skandierten sie und bekamen diese von den völlig fertigen, aber glücklichen Spielern.
Sie genossen den überraschenden, aber völlig verdienten 4:2-Pokaltriumph gegen den Verbandsligisten in vollen Zügen. Zu Recht. Denn über die gesamten 90 Minuten waren es die Hausherren, die bei der brütenden Hitze den Sieg immer ein wenig mehr wollten. Vom Start weg war kein Klassenunterschied erkennbar. Sieblebens Schnauß stand schon nach einer Minute völlig frei vor dem Tor von Fabig, lupfte aber drüber. Besser machte es der kleine Wirbelwind dann aber kurz darauf. Von S. Lehmanns Pass auf die Reise geschickt, hob er diesmal das Streitobjekt ins Tor (8.).

Martinroda agierte zunächst sehr abwartend, zeigte aber auf, wie man mit Effektivität ein Spiel drehen kann. Nach Ecke von Zachert egalisierte Habichhorst per Kopfball zum 1:1 (16.) – der ersten vernüftigen Offensivaktion. Und für Siebleben kam es noch dicker. Halyanty und Schreiber vertändelten den Ball in der Vorwärtsbewegung, ein Pass zu Baranowski reichte, der Sömmering keine Chance ließ und zum 1:2 traf (29.).
Der Rückstand sorgte für einen Knacks im Siebleber Spiel. Zwar war die Rosenbrock-Elf nach vorne weiter gefährlich – hatte aber auch Glück, dass Martinroda seine sich nun bietenden Chancen (Baranowski, Berlt, Zachert) nicht nutzte.

Schneller Ausgleich beflügelt Siebleben
Mit dem schnellen 2:2 nach der Pause kamen die Hausherren jedoch zurück. Schnauß setzte zum Solo an und bediente auf dem linken Flügel S. Lehmann, der mit einem schönen Schlenzer seine Mannen wieder auf Kurs brachte (48.). Das Tor setzte bei den Hausherren neue Kräfte frei, während man bei den Gästen das Gefühl hatte, dass sie nicht wirklich alles gaben, um dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Zwar zerrte Baranowski im Angriff an den Ketten, wurde aber von Kästner gut in Schach gehalten.

So kam der Verbandsligist im zweiten Durchgang bis auf ein Abseitstor Zacherts (77.) zu keiner ernsthaften Chance – zu wenig, um gute Siebleber gefährden zu können. Diese berannten weiter das Gästetor und wurden belohnt. Einen Flachpass von Holzapfel ließ Schnauß für M. Lehmann passieren, der aus Nahdistanz zum 3:2 traf (57.).

Die erwartete Schlussoffensive der Gäste blieb danach indes aus. Wer gedacht hätte, der FSV würde alles für das 3:3 geben, sah sich getäuscht. Vielmehr war es der Landesklässler, der das Weiterkommen unbedingt wollte. Symbolisch dafür fiel das 4:2 durch Schreiber. Bei seinem Solo ließ er sich von drei Gegenspielern nicht aufhalten, erkämpfte sich immer wieder den Ball, um ihn mit Willen ins kurze Eck zur Entscheidung zu bugsieren (84.). Es war der Wille, der an diesem Sonntag den Unterschied ausmachte. Das S. Lehmann kurz vor Schluss noch einen Riesen liegenließ, als sein Ball noch von der Linie gekratzt wurde, interessierte da keinen mehr. Der Ärger über die vergebene Chance ging im Jubel über den Abpfiff unter.

Die Spielertraube auf dem Boden wurde rasch größer. Denn durch den Sieg stehen die Siebleber nun in der 3. Runde des Landespokals. Dort warten attraktive Gegner wie Rot-Weiß Erfurt oder Carl Zeiss Jena – ein zusätzlicher Anreiz, den die Gastgeber zu nutzten wussten.


Quelle: TA Gotha 10.09.2012